Sprungziele
Untermenü
Inhalt

jazzApart -Clara Haberkamp Trio

Zügig entstanden und brillant: Clara Haberkamps Album Reframing The Moon ist ein kompaktes,
gegenwärtiges, humorvolles Trio-Statement. (Ralf Dombrowski, Jazzthing, 08/21)

Trotz ihrer jungen Jahre hat sich Clara Haberkamp bereits eine außerordentlich markante Handschrift als Komponistin zugelegt. Ausdruckskraft, Seelentiefe und die weltweit vielleicht einzigartige Fähigkeit, produktive Zweifel in sinnlichen Klang zu übersetzen, gehören zu ihrem Markenkern. Doch nie zuvor klang Clara Haberkamp so aufgeräumt wie auf dem neuen Album Reframing The Moon. Alles, was man von ihr kennt, ist im Kern noch enthalten, nur extrem gelöst. Die Komponistin öffnete sich der Improvisation, fokussierte sich voll und ganz auf den Klang des Klaviers und schöpfte die Bandbreite seiner Möglichkeiten aus.

Beginn: 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)

Datum:

27.09.2024

Uhrzeit:

20:00 bis 21:30 Uhr

Preis:

30,00 €
VVK 25 € / erm. 20 € / Abendkasse 30 € / erm. 25 € (Vorverkauf siehe unten)

Termin exportieren

(Vorverkauf ab über die Buchhandlung Schneider, Tel. 04522/749900 oder online über RESERVIX - https://kulturforum-ploen.reservix.de/ - / Ermäßigungen für Schüler/Studenten)

Wäre es an dieser Stelle nicht angebracht, nach namhaften Vergleichen für das Clara Haberkamp Trio zu suchen? Nein, denn die Berlinerin hat von Anfang an unbeirrbar ihren eigenen Weg eingeschlagen. Eine Künstlerin, die mit offenen Sinnen durch die Welt geht, saugt sie tausenderlei Eindrücke auf, die sie für sich selbst verarbeitet und im Fundus ihrer Imaginationen ablegt, um sie bei Bedarf abzurufen. Sie wirft allen Ballast ab und konzentriert sich aufs Wesentliche. Was gesagt werden muss, wird gesagt, alles Übrige darf und soll ungesagt bleiben. Anstatt alle Wege auf einmal zu gehen, wählt sie in jedem Stück eine klar umrissene Wegstrecke aus, der sie wie nach einer Landkarte folgt. Diese Beschränkung aufs Wesentliche ist auf dem Album und im Konzert definitiv auch eine Trioleistung. Schlagzeuger Lukas Akintaya ist der ruhende Pol der Troika. Man muss ihn nicht immer hören, um ihn trotzdem in jedem Augenblick zu spüren. Auch Bassist Oliver Potratz strahlt die Ruhe eines hungrigen Routiniers aus, der immer das konkrete Ziel im Auge behält. Seine Liebe zum Detail geht weit ins narrative Risiko, ergibt aber im Gesamtkontext mit beeindruckender Zuverlässigkeit immer Sinn. Ergebnis dieser gemeinsamen Gelassenheit ist eine spontane Eleganz und immanente Elastizität.

Die Dichte der Intentionen wird am Ende so stark, dass man sich beim Hören gar keine Gedanken mehr machen muss, wer im Trio welchen Anteil am Rausch der Ereignisse hat.
Gibt es ein Synonym für Magie? Zauber, Verve, Kraft, Wucht, Charme nichts davon trifft auch nur annähernd den beseelten Sog von dieser Musik. Kraft ihrer unverstellten Emotionalität brauchen Clara Haberkamp, Oliver Potratz und Lukas Akintaya weder Pinsel noch Worte, um allein durch die volle Konzentration auf den Sound aus ihren Kompositionen Bilder, Gedichte und Choreografien zu machen.

nach oben zurück